Sonntag, 14. Mai 2017

Rharbarber

Ich habe gestern den Garten aufgeräumt :) Also Rasen gemäht, Platten ausgebuddelt - die brauche ich für die Ampelschirme, die ich heute aufstellen will. Umkraut entfernt, ein kleins Vogelnest entdeckt - keine Ahnung, welcher Vogel das ist, das Nest ist klein und nach unten spitz zulaufend. Ich wollte auch nicht zu lange dort stehen aus Angst, Vogelmama kommt nicht wieder.

Ja, und Rhabarber habe ich geerntet. Bei diesen Stängeln scheiden sich ja die Geister. Entweder man mag ihn oder man kann ihn nicht ausstehen. Ich habe so viel davon geerntet, dass ich ein große Portion eingefroren habe - geht übrigens ganz einfach: den Rhabarber putzen, schälen, in Stücke schneiden und fertig.

Von einen kleine Teil habe ich dann etwas für die Seele gemacht: Rharbarber Crumble. Ist auch ganz einfach zu machen:


Zubereitung

200 g Mehl






50 gHaferflocken

100 g Butter
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
   eventuell etwas Zimt und Puderzucker




Die Rhabarberstangen waschen, putzen und in Stücke schneiden.

In die kalte Butter Zucker, Vanillezucker und Salz einrühren. Mehl und Haferflocken dazugeben und den Teig mit den Händen zu Streuseln verarbeiten.

Die Hälfte der Streusel in eine Auflauf-Form geben. Dei Rhabarerstücke darauf verteilen und mit den restlichen Streuseln bedecken. Nach Geschmack mit Zimt bestreuen.

Im vorgeheizten Ofen (E-Herd: 200° C / Umluft: 175° C/ Gas: Stufe 3) für 35–45 Minuten auf der unteren Schiene backen. 10 Minuten vor Backende den Crumble im Auge behalten und ggf. mit Alufolie abdecken, damit die Streusel nicht zu braun werden. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen, mit etwas Puderzucker bestreuen.

Dazu schmeckt Vanille-Pudding, Sahne oder natürlich Vanille-Eis.












Sonntag, 7. Mai 2017

Ein Pflegehund sucht ein Zuhause

Jung, ledig, lieb sucht...


 Ja, Tisha. Eine coole Socke ist sie. Wie anders soll man es nennen? Jeden morgen packt sie ihr Herz in die Pfoten, steigt über ihre Angst und tappert los. Hoppelt die Treppen hinunter und auch wieder hinauf, immer mittendrin im Rudel, manchmal vorneweg, manchmal trödelt sie auch hinterher. Erkundet den Garten, macht mit bei den Futtersuchspielen und verteidigt ihren Fund gegen den Raben, der (fast) immer mit dabei ist und sich seine Ration klaut. Und wenn diese komischen Menschen rufen, dann kommt sie.

Im Haus ist sie sehr angenehm. Ja, bellen kann sie auch. Ein sehr melodisches Bellen, nicht zu tief aber auch nicht zu hoch. Und auch nicht sehr lange, ein- zweimal. Typischer Cocker: Futter schmeckt immer. Überhaupt: alles schmeckt . Und schlafen kann sie auch überall: auf dem Sofa, im Körbchen, auf dem Hocker vor dem Bett. Spielsachen? Sind uninteressant. Aber Geweihknochen mag sie gerne, die kann man so schön herumschubbeln.

Nomen est omen: die kleine Dickmadame hat ihren Dickkopf. Cocker eben. Nichtkenner diese Rasse sagen: sie ist stur. Ich sage: sie ist zielstrebig. Was sie will, das will sie. Und das schafft sie auch. Alleine, wenn man diese ausgefeilte Klettertechnik sieht, mit der sie sich auf das Sofa arbeitet: erst der Kopf, dann die Vorderpfoten, ausruhen, dann linkes Bein, dann rechtes Bein (oder rechtes Bein und linkes Bein?), tiefer Seufzer, ein langer Blick... dann legt sie sich hin zum weiteren Ausruhen und schnarcht eine Runde. Ein enormes Schnarchen, na ja, sie hat ja auch einen großen Klangkörper.

Ein perfekter Hund. Wenn man akzeptiert, dass sie (noch) nicht einfach so zu den komischen Menschen kommt, dass diese sich klein machen müssen und nicht hektisch sein dürfen. Die dann aber damit belohnt werden, dass sie Tisha streicheln dürfen. Wenn man akzeptiert, dass Tisha über das Maß und die Dauer der Nähe entscheidet. Wenn man akzeptiert, dass mit Tisha leben bedeutet, entschleunigt zu leben. Wenn man akzeptiert, dass sie (noch) keine Modelmaße hat aber dennoch wunderschön ist mit dem sogenannte Etwas, mit Ausstrahlung. Wenn man akzeptiert, dass sie noch keine Spaziergänge machen kann, dazu ist sie noch zu scheu und misstrauisch. Aber das sind doch nur Kleinigkeiten. Wer die kleine Madame liebt, der sieht, welch toller und liebenswerter Hund sie ist.Tishas Tagebuch findet Ihr hier: Tisha



Samstag, 15. April 2017

Schöne Ostern

Mit einem Streifzug durch meine blühenden Gartenpflanzen wünsche ich Euch ein frohes Osterfest






Mittwoch, 12. April 2017

Der Rabe

Kennt Ihr die Fabel von dem Raben und dem Fuchs? Unser Rabe ist schlauer. Unerschrocken läuft er zwischen den Hunden herum und klaut das Futter. Er lässt es auch nicht fallen :)







 
Der Rabe und der Fuchs
An einem Morgen saß ein Rabe mit einem gestohlenen Stück Käse im Schnabel auf einem Ast, wo er in Ruhe seine Beute verzehren wollte.
Zufrieden krächzte der Rabe über seinen Käse. Dies hörte ein vorbei ziehender Fuchs.  Er dachte nach, wie er an den Käse kommen könnte. Endlich hatte er eine hinterlistige Idee.
Freundlich begann der Fuchs den Raben zu loben: „Oh Rabe, was bist du für ein wunderbarer Vogel! Wenn dein Gesang ebenso schön ist wie dein Gefieder, dann sollte man dich zum König aller Vögel krönen!“

Das schmeichelte dem Raben und das Herz schlug ihm vor Freude höher. Stolz riss er seinen Schnabel auf und begann zu krächzen. Dabei entfiel ihm das köstliche Stück Käse. Darauf hatte der Fuchs nur gewartet. Schnell schnappte er sich die Beute und machte sich gleich ans Fressen.
Da rief der Rabe empört: „He, das war gemein!“  Doch der Fuchs lachte nur über den törichten Raben.

Der Stolze wird gestürzt: ja, Hochmut kommt vor dem Fall!

Mittwoch, 22. März 2017

Jeder Hund braucht ein Hobby

Nun kann ja nicht jeder ein Porcelaine sein:  Ein Porcelaine auf Mäusejagd - Theo ist da eher der Grobmotoriker. Aber mit seiner Methode kommt er auch ans Ziel oder besser - an die Mäuse :-D Lerne: Was dem einen der Hochbau ist dem anderen der Tiefbau. Und es macht ihm Spaß





Sonntag, 26. Februar 2017

Kimi, mein Seelenhund








Vielleicht bedeutet Liebe auch lernen, jemanden gehen zu lassen,
wissen, wann es Abschied nehmen heißt.
Nicht zulassen, dass unsere Gefühle dem im Weg stehen,
was am Ende wahrscheinlich besser ist für die, die wir lieben.
-Sergio Bambaren-

Du liegst auf Deiner Decke, hebst den Kopf und schaust mich mit Deinen wundershönen dunklen Augen an. Aufstehen kannst Du nicht mehr, so schnell hat sich Dein Zustand in den letzten Tagen verschlechtert. Ich habe mir verboten, die letzten Tage herunterzuzählen, 4, 3, 2, 1, Null. Deine Pfote legst Du auf meinen Arm, bist völlig klar im Kopf. Noch eine Stunde. Ich halte Dich im Arm, als Du Deinen letzten Atemzug tust. ich denke nur noch an Dich, Deine Liebe.

Du hast mein Leben verändert und wirst auch jetzt weiter in mir leben. Du wirst in meinem Denken, in meinem Fühlen sein. Kimi, mein Seelenhund. Ich durfte Dich begleiten und Du hast mich geführt. Du hast meine Stimmungen gespürt, warst immer für mich da und bei mir. Du warst mein Schatten und wie die Luft zum Atmen. Ich werde Dich immer lieben.

Dienstag, 31. Januar 2017

Vielen Dank

Vielen Dank für Eure liben und tröstenden Worte. Zwei Dinge möchte ich nun noch tun: ein Bild zeichnen und im Frühjahr eine Rose am Grab der kleinen Babunia pflanzen. Den ersten Teil meines Versprechens löse ich jetzt ein:


Mittwoch, 25. Januar 2017

Babunia - ein Abschied

23. Januar 2017
 
Liebe kleine Minimaus,
 
was ist Magie? Magie ist eine geheimnisvolle Macht, die jemanden anzieht. Deine Magie, die mich angezogen hat in dem kleinen Video als Du so verloren auf der hellen Decke saßst, in Deiner eigenen Welt. Und diese Magie hat mich nicht mehr losgelassen. Als Du dann am 15. Oktober wahrhaftig hier ankamst, warst Du so viel kleiner als ich es mir vorgestellt hatte. Ein Minihund mit riesengroßen Ohren.
 
Es stellte sich sehr schnell heraus, dass Du nicht nur blind sondern auch taub und inkontinen warst. Dass Du viel älter warst als angenommen. Dass Du Dir Wege nicht merken konntest. Aber es stellte sich auch ganz schnell heraus, dass Du so viel Potential hattest, so viel Lebensmut, so viel Selbstbewusstsein, so viel Liebe. Dass Du ein ganz toller Hund warst. Du hattest Charisma und so viel Charme, dass Du die Menschen in Deinen Bann gezogen hast.
 
Babunia, Äffchen, Queeny, Motte, Minimaus - so viele Namen und so viel Liebe. Und Du hast alles tausendfach zurückgegeben. Ohne Erwartungen, ohne Forderungen. Einfach durch Dein liebenswertes Wesen.
 
Und heute, heute hast Du mich verlassen. Einfach so. Ich glaube, Du hast mit dem Moment zu gehen auf mich gewartet. Und ich? Ich weiss nicht. Ich hatte mit spontan den Nachmittag freigenommen. Ich hatte Dir noch Hühnersuppe gekocht (wie kann man in einem solchen Moment an solche profanen Dinge denken?). Du saßst auf meinem Schoß, wie immer. Dein angestammter Platz. Du hast das Köpfchen hochgereckt, die Ohren gespitzt.
 
Und nun bist Du tot.
 
Liebe kleine Minimaus, Du wirst mir so fehlen. Dein komisches kleines Gesicht, wenn ich Dich morgens geweckt habe. Dein Bellen, das Du wiederentdeckt hast und dass Du ohne Rücksicht auf die Uhrzeit eingesetzt hast. Dein Schnarchen nachts, wenn ich aufgewacht bin und beruhgt war, wenn ich es gehört habe. Dein Tippeln durch die Wohnung und Dein leises Kratzen am Bein, wenn Du auf den Arm wolltest. Dein Köpfchen, dass ein bisschen nach meinem eigenen Parfüm roch und Deine Füßchen, die ein wenig nach Reis geduftet haben. Dein warmer Bauch, Deine Ohren und Deine Pfoten, die oft so kalt waren.
 
Liebe kleine Minimaus, ich wollte Dir noch so viel zeigen. Ich wollte Dir die Frühlingsblumen zeigen und die Rosen im Sommer. Ich wollte Dir zeigen, wie schön der Sommer auf dem Liegestuhl sein kann. Wie toll Vanilleeis schmeckt und Pfirsiche noch sonnenwarm direkt vom Baum. Und wie schön es an unserem Lieblingsteich duftet.
 
Liebe kleine Minimaus, die Lücke, die Du hier hinterlässt, ist so groß. Du wirst immer in meinem Herzen sein.